Wollt Ihr vorab mehr über Linhart meinen neuen „Helden“ wissen?

Linhart

Bei diesem Roman handelt es sich um eine fiktive Geschichte. Die Handlung, die örtlichen Gegebenheiten und die Personen sind frei erfunden. Ich wollte von einem Ereignis schreiben, das erzählt, wie beeinflussbar der Mensch ist. Wie im Mittelalter gibt es auch heute Menschen, die sich hinter der Religion verstecken um Macht auszuüben. Und noch immer gibt es die Menschen, die sich benehmen wie Lemminge. Sei es aus Tradition, Angst, Neid oder Unwissenheit, sie folgen ihren Anführern bis weit über die Klippe ohne zu merken, dass sie bereits fallen und viele andere Menschen mit sich reißen. Auf der Suche nach Ideen, diese Geschichte zu erzählen, recherchierte ich im Internet und stieß auf die Internetseite der Stadt Röhrenfurth. Wie in so vielen anderen Städten kam es hier im Mittelalter immer wieder zu Epidemien. So auch im Jahr 1597. Man nimmt an, dass es sich damals um eine Vergiftung der Einwohner durch das Mutterkorn (secale cornutum) handelte. Das Mutterkorn ist eine Verunreinigung des Korns durch eine Form des Pilzes 'Claviceps purpurea Tulasne', der häufig nach einem kalten und trockenen Winter und einem darauf folgenden feuchten Frühjahr auftrat und auch heute noch auftritt. Bereits im Mittelalter gab es den Antoniterorden, der sich um die Menschen kümmerte, die durch den Verzehr des verunreinigten Korns erkrankt waren. Der einfache Mensch jedoch glaubte daran, dass es Satan und seine Anhänger waren, die den Tod in die Orte brachten. Und dass Gott ihnen helfen würde, sobald diese "Ungläubigen" für ihren Frevel bestraft wären.
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